Was bedeutet AMOLED?

OLED-Typen – Passive und Active Matrix.

Man unterscheidet folgende Arten von OLEDs:

  • Passive-matrix OLED
  • Active-matrix OLED
  • Transparent OLED
  • Top-emitting OLED
  • Faltbare OLED
  • Weiße OLED

Jeder Typ hat unterschiedliche Anwendungsgebiete. Im Folgenden geht es um den Einsatz dieser verschiedenen OLED-Arten. Fangen wir mit passive-matrix und active-matrix an.

Passive-matrix OLED (PMOLED)

Passive-Matrix-OLED

Passive-Matrix-OLED mit externer Steuerung. Quelle: How Stuff Works

PMOLEDs haben Anoden-Streifen und Kathoden-Streifen sowie eine organische Schicht dazwischen. Anoden- und Kathoden-Streifen sind kreuzweise, also wie ein Gitter, übereinander angeordnet. Die Kreuzungspunkte von Anode und Kathode ergeben jeweils einen Pixel, der Licht aussenden kann. Über eine externe Schaltung wird Spannung auf die für die Darstellung benötigten Anoden- und Kathoden-Streifen geleitet und somit die Pixel angesteuert. Die Höhe der Spannung bestimmt dabei die Lichtintensität des Pixels.

PMOLEDs sind leicht herzustellen, verbrauchen aber mehr Energie als andere OLED-Arten, was hauptsächlich am Verbrauch der externen Schaltung liegt. PMOLEDs eignen sich am besten für Text und Icons und somit für kleine Displays, wie z. B. in Handys, PDAs und MP3-Playern. Selbst mit der externen Schaltung verbrauchen passive-matrix OLEDs weniger Energie als LCDs, die heute üblicherweise in solchen Geräten verwendet werden.

Active-matrix OLED (AMOLED)

active-matrix-oled

OLED mit aktiver Matrix (TFT) Quelle: How Stuff Works

In AMOLEDs bestehen sowohl Anode und Kathode so, wie die organischen Moleküle dazwischen aus übereinander liegenden Schichten. Die Anoden-Schicht liegt über einer dünnen Folientransistoranordnung (TFT), die die Matrix bildet. Die TFT ist somit die Schaltung, die die Pixel ansteuert.

AMOLEDs sind verbrauchsärmer als PMOLEDs, da die TFT weniger Energie benötigt als die externe Schaltung. Das macht sie effizient für Einsatz in großen Displays. Ausserdem haben AMOLEDs eine schnellere Wiederholungsrate, wodurch sie am besten für Videoanwendungen geeignet sind. Die besten Anwendungsmöglichkeiten für AMOLEDs sind daher Computerbildschirme, TV-Flachbildschirme und elektronische Anzeigetafeln oder Großplakate.
Erfahren Sie hier mehr über die Funktionsweise von OLEDs

Quelle: How Stuff Works – http://electronics.howstuffworks.com/oled.htm