Archiv der Kategorie: OLED-Facts

OLED-Bildschirm

Folie als Display – LG stellt doppelseitige Bildschirmfolie vor

Jedes Jahr bringen die Hersteller eine neue TV-Innovation auf die Messen – und in der Folge, häufig auch auf den Markt. Oftmals sind das echte Hingucker. Aber dieses Jahr kommt LG mit einem wirklichen Hingucker, und zwar im doppelten Sinne – einen zweiseitigen Fernsehschirm.

Folie als Display

Image: LG

Und nicht nur das. Dieser ultradünne Fernsehbildschirm misst nur 5,3 mm! Nun können zwei Betrachter gleichzeitig Video- oder Fernsehbilder auf zwei verschiedenen Seiten sehen. Als Werbedisplay tun sich hier ganz neue Möglichkeiten auf.

Ebenfalls gerade vorgestellt auf der CES 2016 in Las Vegas hat das koreanische Unternehmen eine weitere Revolution – die doppelseitige Bildschirmfolie – noch dünner, noch leichter. Bald können wir möglicherweise unsere Wände mit Foliendisplays „tapezieren“. Die Tapete aus Papier hätte dann ausgedient. Neues Muster gefällig? Oder einen Spielflim in der Größe einer Kinoleinwand sehen? Kein Problem mit der Folie als Display.

Bildschirmfolie

Image: LG

Außerdem können OLED-Bildschirmfolien nicht nur als Displays für Bilder oder Videos verwendet werden, sondern auch als Beleuchtung. Lampen würden wir dann wohl bald auch nicht mehr benötigen. OLED-Folien erzeugen nämlich selbst Licht und benötigen, im Gegensatz zu LCD-Displays, kein Hintergrundlicht, was die OLED-Technologie obendrein sehr energieeffizient macht.

Einer der Pioniere im Bereich OLED-Technologie, Dr. Ching W. Tang, sagte im Rahmen der IFA in Berlin letztes Jahr: „Ohne Hintergrundlicht oder andere zusätzliche Schichten sind OLED-Displays weitaus weniger kompliziert, verglichen mit LCDs und mittelfristig auch kostengünstiger herzustellen.“

Es spricht also viel dafür, dass die OLED-Technologie sich durchsetzen und unser Verständnis vom Fernsehen fundamental verändern wird.

OLED-Bildschirmfolie

CES 2016: LGs biegsame Aufroll-Bildschirm-Folie OLED – BBC News

LG Display hat einen OLED-Bildschirm entwickelt, der wie ein Stück Papier zu einem Zylinder aufgerollt werden kann, während er läuft. Das Unternehmen sagt, diese Innovation wird die Art und Weise revolutionieren, wie wir Fernseher nutzen und lagern. LG gab BBC-Reporter Dave Lee schon mal erste Einblicke auf der CES 2016 in Las Vegas.

LG Display has created an OLED display than can be rolled into a cylinder while it continues to show a video image. The firm suggests the innovation could revolutionise the way we use and store televisions. The company gave the BBC’s North America technology reporter Dave Lee a first look at the CES tech show in Las Vegas.

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LG-Fernseh-Tapete

OLED-Tapeten-TV – LG präsentiert Prototyp

Bald im Handel? Die LG 4K OLED Fernseh-Tapete

Geringe Kosten – höhere Umsätze

LG hat ein klares Ziel formuliert: Demnach soll durch die voranschreitende Entwicklung der OLED-Bildschirm-Technologie die Preise gesenkt und neue OLED-Produkt auf den Markt gebracht werden. OLED-Fernseher sollen die Marktführer im Bereich der Bildschirmtechnologie werden, wovon man sich auch eine Steigerung der Verkaufszahlen verspricht. So sollen 2015 600.000 OLED-Fernseher verkauft werden und für 2016 erhoft sich LG, dieses Ergebnis auf weltweit 1.5 Millionen Geräte zu steigern.

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cinemizer OLED 3D-Multimedia-Videobrille

cinemizer-oled-3d-multimediabrille

cinemizer OLED 3D-Multimedia-Videobrille. Quelle: Amazon.de

 

Dreidimensionales Filmvergnügen, brillante Bildqualität und hervorragender Stereo-Sound – mit der 3D-Multimedia-Videobrille cinemizer OLED entsteht großes Kino direkt vor Ihren Augen, wo immer Sie sich befinden. Die OLED Multimedia-Videobrille von Carl Zeiss bietet dank ihrer kontrastreichen OLED-Displays mit individueller Sehstärkeneinstellung nicht nur exzellenten Sehgenuss, sondern durch ihr geringes Gewicht auch optimalen Tragekomfort. Ob Sie den cinemizer OLED unterwegs nutzen oder zu Hause, ob beruflich oder privat, es stehen Ihnen unterschiedlichste Anwendungsmöglichkeiten zu Verfügung und das stylische Design lässt Sie dabei gut aussehen, auch wenn SIe sich in virtuellen Welten bewegen.

Mit bis zu sechs Stunden Akkulaufzeit wird der cinemizer OLED zu einem zuverlässigem Begleiter. HDMI 1280x720p, 1920x1080p und HDMI 3D (1.4a) sowie klassische analoge Schnittstellen (PAL /NTSC) ermöglichen nahezu unbegrenzte Kompatibilität. Und selbstverständlich ist der cinemizer OLED auch kompatibel mit allen videofähigen iPhone und iPod Modellen.

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cinemizer OLED und Spiele – eintauchen in fantastische Welten. Quelle: Amazon.de

Gaming

Erleben Sie eine neue Art des Spielens, sobald Sie den cinemizer OLED Multimedia-Videobrille an Ihren PC, XBox, PS3 oder einem Smartphone mit Android oder iOS Betriebssystem angeschlossen haben und tauchen Sie ein in das Spiel, so realistisch, als wären Sie mittendrin. Dank stereoskopischem 3D, das auf die 40-Zoll großen OLED-Displys in der Brille projiziert wird, entsteht eine räumliche Darstellung, die Ihnen ein nie da gewesenes, intensives Spielerlebnis ermöglicht. Die interaktive Rundumsicht steuern Sie dabei einfach durch leichte Kopfbewegung.

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cinemizer OLED und Entertainment ohne Störung. Quelle: Amazon.de

Video

Großes Kino und Sie sind mittendrin. Ganz gleich ob auf Reisen oder zu Hause, mit der cinemizer® OLED 3D-Multimedia-Videobrille können Sie überall ganz entspannt Filme genießen. Schliessen Sie den cinemizer OLED einfach an Ihren iPod, an Ihr Smartphone oder Ihren Blu-ray Player an und erleben Sie besten Kinogenuss in HD. Ob Tablet, Smartphone oder Spielekonsole – mit dem cinemizer OLED haben Sie immer einen Logenplatz, also lehnen Sie sich zurück und genießen Sie Ihre private Filmvorführung für unterwegs. Vorhang auf für die dritte Dimension!

immersives-lernen mit cinemizer OLED

cinemizer OLED und immersives Lernen. Quelle: Amazon.de

 

Lernen in 3D

Intensives und effektives Lernen ohne äußere Störfaktoren und in 3D ist jetzt möglich mit der cinemizer OLED Multimedia-Videobrille. Nachweislich hat die räumliche Darstellung von Lerninhalten in 3D einen positiven Effekt auf das Langzeitgedächtnis. Verstärkt wird dieser noch durch die Interaktion mit dem Lerninhalt. Reisen, beispielsweise durch den menschlichen Körper, sind mithilfe des cinemizer OLED heute realisierbar. So lassen sich z. B. ganz bestimmte anatomische Details einfach mit dem Controler oder Joystick ansteuern.

 

cinemizer-CAD-anwendungen

cinemizer OLED und CAD-Anwendungen – begehen Sie Ihr Haus schon vor dem Bau. Quelle: Amazon.de

CAD-Visualisierung

Unternehmen Sie virtuelle Rundgänge durch dreidimensionale Objekte. Da viele Produkte heute mit modernen 3D-Grafikprogrammen entwickelt werden, können die räumlichen Daten auch mit der 3D-Multimedia-Videobrille cinemizer OLED dargestellt werden. Somit haben Sie die Möglichkeit, z. B. das photorealistische CAD-Modell eines Gebäudes virtuell zu begehen, inklusive realistisch wirkender Inneneinrichtung und Außenbereiche, wie Garten oder Umgebung. Das ermöglicht es, Änderungen bereits in der Planungsphase in Echtzeit umsetzen zu können und die Kosten für unerwartete Umbauten oder Änderungen im Vorwege einzusparen.

Produktdetails:

  • Eingang: HDMI: 720p, 1080p und 3D (Frame Packing) / AV-In: 3,5mm/4 Pin-Buchse für Audio & Video (PAL/NTSC) / Videofähige iPod und iPhone Modelle über optionales Zubehör
  • Externe Anschlüsse: Mini-USB zum Laden des integrierten Akkus /3,5mm Audio Buchse für externe Stereo-Kopfhörer
  • Simulierte Bildgröße: 102 cm (40 Zoll) in 2 Meter Entfernung
  • Displaytyp: OLED Displays (Organic Light Emitting Diode)
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Auflösung & Farbtiefe:2 Hochauflösende Displays mit je 870 x 500 Pixel / 24 Bit RGB
  • Akkulaufzeit: bis zu 6 Stunden bei voll geladenem Akku
  • 3D Support: Side-by-side / Top-Bottom / Line interleaved / Frame Packing bei HDMI (720p / 1080p)
  • Dioptrienbereich: beidseitig getrennt einstellbar von -5 bis +2 Dioptrien
  • Artikelgewicht: 120 g
  • Produktgewicht inkl. Verpackung: 800 g
  • Verpackungsgröße:
cinemizer-oled-3d-multimediabrille

cinemizer OLED 3D Multimediabrille

Hier können Sie die cinemizer OLED kaufen

Mit OLEDs weltweit werben – per Mausklick

OLED-Werbedisplays sollen globale Online-Werbung möglich machen, von zu Hause aus.

Sie möchten Ihre Anzeige schalten auf statischen oder mobilen OLED-Werbedisplays in Bussen, Bahnen, Taxis in Städten Ihrer Wahl überall auf dem Globus und das Ganze online, von Ihrem Rechner aus? Das soll in Zukunft möglich sein, wenn es nach Andreas Heck geht, dem Gründer von Chameleon Communication.

OLED-Werbung mit chameleon-communication

Werbung mit Vision von Chameleon Communication

Seine Vision ist es, sowohl großen als auch kleinen Unternehmen die Möglichkiet zu geben, mit wenigen Klicks Werbung auszustrahlen. Dabei kann man selbst Gebiet und Zeiten festlegen, also, ob die Werbung regional, überregional oder international, an bestimmten Tagen oder zu festgelegten Tageszeiten geschaltet wird.

Wir kennen das von Google AdWords-Anzeigen. Auch hier kann man Verbreitungsgebiet sowie Wochentag und sogar die Uhrzeit der Werbeeinblendungen bestimmen. Jedoch handelt es sich beim Werbekonzept von Chameleon Communication um mehr als kleine dreizeilige Textblöckchen, die auf ein bestimmtes Medium – das Internet – begrenzt bleiben.

globales OLED-Werbedisplaykonzept

Globales Werbedisplaykonzept von Chameleon Communication

Mit OLED-Technologie soll die Werbung auf eine Vielzahl von Medien übertragen werden. Per Satellit und GPS könnten dann sogar einzelne Werbeflächen in bestimmten Fahrzeugen angesteuert und Zielgruppen punktgenau angesprochen werden.

Voraussetzung ist natürlich, dass sich OLED-Displays als Werbeflächen durchsetzen und zu einer kostengünstigen Alternative zu derzeitigen Werbemedien avancieren. Außerdem müssen OLEDs als Werbeträger noch technisch weiter entwickelt und verbessert werden. Um das zu gewährleisten wirbt Andreas Heck auf der Website Chameleon-Communication.com um Inverstoren für seine Idee, die ihn zu einem von 10 Finalisten des Gründerwettbewerbs Startup-Pioniere 2012 gemacht hat.

Wir sind gespannt, wie es mit der Idee globaler OLED-Werbung von Chameleon in den kommenden Monaten voran geht.

Was bedeutet AMOLED?

OLED-Typen – Passive und Active Matrix.

Man unterscheidet folgende Arten von OLEDs:

  • Passive-matrix OLED
  • Active-matrix OLED
  • Transparent OLED
  • Top-emitting OLED
  • Faltbare OLED
  • Weiße OLED

Jeder Typ hat unterschiedliche Anwendungsgebiete. Im Folgenden geht es um den Einsatz dieser verschiedenen OLED-Arten. Fangen wir mit passive-matrix und active-matrix an.

Passive-matrix OLED (PMOLED)

Passive-Matrix-OLED

Passive-Matrix-OLED mit externer Steuerung. Quelle: How Stuff Works

PMOLEDs haben Anoden-Streifen und Kathoden-Streifen sowie eine organische Schicht dazwischen. Anoden- und Kathoden-Streifen sind kreuzweise, also wie ein Gitter, übereinander angeordnet. Die Kreuzungspunkte von Anode und Kathode ergeben jeweils einen Pixel, der Licht aussenden kann. Über eine externe Schaltung wird Spannung auf die für die Darstellung benötigten Anoden- und Kathoden-Streifen geleitet und somit die Pixel angesteuert. Die Höhe der Spannung bestimmt dabei die Lichtintensität des Pixels.

PMOLEDs sind leicht herzustellen, verbrauchen aber mehr Energie als andere OLED-Arten, was hauptsächlich am Verbrauch der externen Schaltung liegt. PMOLEDs eignen sich am besten für Text und Icons und somit für kleine Displays, wie z. B. in Handys, PDAs und MP3-Playern. Selbst mit der externen Schaltung verbrauchen passive-matrix OLEDs weniger Energie als LCDs, die heute üblicherweise in solchen Geräten verwendet werden.

Active-matrix OLED (AMOLED)

active-matrix-oled

OLED mit aktiver Matrix (TFT) Quelle: How Stuff Works

In AMOLEDs bestehen sowohl Anode und Kathode so, wie die organischen Moleküle dazwischen aus übereinander liegenden Schichten. Die Anoden-Schicht liegt über einer dünnen Folientransistoranordnung (TFT), die die Matrix bildet. Die TFT ist somit die Schaltung, die die Pixel ansteuert.

AMOLEDs sind verbrauchsärmer als PMOLEDs, da die TFT weniger Energie benötigt als die externe Schaltung. Das macht sie effizient für Einsatz in großen Displays. Ausserdem haben AMOLEDs eine schnellere Wiederholungsrate, wodurch sie am besten für Videoanwendungen geeignet sind. Die besten Anwendungsmöglichkeiten für AMOLEDs sind daher Computerbildschirme, TV-Flachbildschirme und elektronische Anzeigetafeln oder Großplakate.
Erfahren Sie hier mehr über die Funktionsweise von OLEDs

Quelle: How Stuff Works – http://electronics.howstuffworks.com/oled.htm

Revolutionär – OLED-Tapeten bringen Wände zum leuchten

Der Carbon Trust unterstützt die OLED-Technologie, die große CO2-Reduktionen verspricht.

Das Unternehmen LOMOX Ltd erhielt vom Carbon Trust (einer gemeinnützigen britischen Gesellschaft zur Förderung von Umwelttechnologien) einen Zuschuss von 454.000 Britischen Pfund (rund 525.000 Euro) für ihre Forschungsarbeit an organischen LEDs (OLEDs). Die OLED-Technologie eröffnet eine Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten, wie beispielsweise die Herstellung lumineszierender Folien, mit denen man schon bald Wände zum leuchten bringen könnte. Damit könnte der Bedarf an Licht, der heute noch zum großen Teil aus Glühlampen gewonnen wird, in absehbarer Zeit mit selbst leuchtenden OLED-Tapeten abgedeckt werden und das weitaus energieeffizienter.

LOMOX oled-wallpaper

Tapete und Beleuchtung in einem – die OLED-Tapete von LOMOX.

Die flexiblen OLED-Folien erfordern nur eine sehr geringe Betriebsspannung (zwischen 3 und 5 Volt), können mit Solarzellen oder Batterien betrieben werden und eignen sich daher hervorragend für Anwendungen für die ein Netzanschluss nicht zur Verfügung steht wie z. B. Verkehrswarnzeichen.

Die Beleuchtung von Gebäuden steht für ca. ein Sechstel des britischen Stromverbrauchs. Die LOMOX OLED-Technologie verspricht eine zweieinhalb mal höhere Energieeffizienz als herkömmliche Energiesparlampen. So könnten durch den Austausch der alten Beleuchtungssysteme durch OLEDs bis 2020 die jährlichen globalen CO2-Emissionen um mehr als 2.5 Mio. Tonnen und bis 2050 um fast 7.4 Mio. Tonnen gesenkt werden. Das entspräche einem Viertel des jährlichen CO2-Ausstosses von Wales oder der jährlichen Emission von Birmingham.

Auch das Problem der relativ kurzen Lebensdauer von OLEDs wurde in Angriff genommen. So erreichen die Produkte von LOMOX längere Betriebszeiten als herkömmliche Leuchtstofflampen bei einer hervorragenden Energieeffizienz von 150 Lumen/Watt, weil sie das Licht nur entlang einer Achse aussenden. Darüber hinaus produzieren OLEDs, im Gegensatz zu Energiesparlampen, ein warmes, natürliches Licht, das insbesondere bei Bildschirmanwendungen extrem hohe Kontraste und Tiefenschärfe erlaubt. Da bei OLED-Displays keine Hintergrundbeleuchtung nötig ist, lässt sich ein viel tieferes Schwarz realisieren.

Das Ziel der walisischen Firma ist neben der Entwicklung von energieeffizienten Leuchtmitteln auch eine deutliche Verbesserung von Flat-Panel-Displays, wie sie beispielsweise in Tablets, Handys oder Fersehern zum Einsatz kommen. Diese sollen preisgünstiger in der Produktion sein als bislang und zu den dünnsten, leichtesten und energiesparendsten Displays mit der höchsten Farbbrillanz gehören, die in naher Zukunft auf den Markt kommen. Erreichen will LOMOX dies durch neuartige Nanostrukturen, auf die bereits Patente angemeldet sind. Zum Kreis der Interessenten an dieser Technologie zählen Unternehmen aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Werbung, Architektur, Stadtplanung sowie Zulieferer dieser Branchen.

Erfahren Sie mehr über die Funktionsweise von OLEDs hier

 

OLED – so versteht es jedes Kind

Für alle Nicht-Technik-Freaks habe ich hier eine wunderbar einfache und anschauliche Erklärung für das OLED-Prinzip gefunden. Die Sendung mit der Maus hat sich dieses Themas schon angenommen und die Wirkungsweise von OLEDs kindgerecht und interresant aufgezeigt. Und wenn Kinder bereits wissen, was OLEDs sind kann es bis zur endgültigen Marktreife von OLED-Produkten nicht mehr weit sein.


Quelle: WDR

Mittlerweile finden sich OLED-Anwendungen ja schon in Handys und Fernsehern. Und auch OLED-Werbedisplays oder OLED-Tapeten als Lichtquelle werden wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen, wenn es nach den Gründern der britischen Firma LOMOX geht, die bereits Patente auf großflächige OLED-Folien angemeldet hat und ausgestattet mit finanziellen Mitteln des Carbon Trust (eines Zusammenschlusses zur Reduktion von Kohlendioxidemissionen) an einer zügigen Marktreife von OLED-Displays arbeitet.

Jedenfalls wünsche ich gute Unterhaltung beim Anschauen des Filmbeitrags, der neben dem Herstellungsverfahren für OLEDs auch gleich einige interessante Anwendungsmöglichkeiten aufzeigt.

Wie funktionieren OLEDs?

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine HD-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 80 Zoll und einer Tiefe von nur 5 mm, der weniger Energie verbraucht, als die meisten Fernsehgeräte, die derzeit auf dem Markt sind und den Sie zusammenrollen können, wenn Sie ihn nicht benötigen. Denken Sie an Wände, die Licht abgeben oder auf denen Sie fernsehen können. Wie wäre es mit hauchdünnen Werbedisplays oder Messewänden, auf denen Sie Filme abspielen können? Oder was wäre, wenn die Anzeigen Ihres Armaturenbretts in der Windschutzscheibe Ihres Fahrzeugs erscheinen oder wenn Sie einen Monitor in Ihrer Kleidung hätten? Diese Geräte sind in naher Zukunft möglich, dank einer Technologie, die sich organic light-emitting diods (organische Licht emittierende Dioden) oder kurz OLED nennt.

OLEDs sind Geräte aus einem dünnem Film organischer Moleküle, die unter Einfluss elektrischer Spannung Licht abgeben. OLEDs erzeugen ein helleres, schärferes Bild auf elektronischen Geräten und benötigen dafür weniger Energie als herkömmliche Leuchtdioden (LEDs) oder Flüssigkristallmonitore (LCDs).

Die OLED-Komponenten

OLED-Komponenten bestehen aus Schichten organischer Moleküle oder Polymere. Quelle: http://electronics.howstuffworks.com

OLED-Komponenten bestehen aus Schichten organischer Moleküle oder Polymere. Quelle: http://electronics.howstuffworks.com

So, wie auch eine LED, ist eine OLED ein Festkörper-Halbleiter, der 100 bis 500 Nanometer dick oder ungefähr 200 Mal dünner als ein menschliches Haar ist. OLEDs können entweder aus zwei oder drei Schichten organischen Materials bestehen, wobei im letzteren Fall die dritte Schicht für den Transport der Elektronen von der Kathode zur Licht abgebenden Schicht sorgt. Dieser Beitrag wird sich auf Zwei-Schicht-OLEDs konzentrieren.

OLEDs bestehen aus folgenden Teilen:

  • Trägerschicht (Plastik, Glas oder Folie) – Die Trägerschicht stützt die OLED.
  • Anode (transparent) – Die Anode entzieht Elektronen (erzeugt „Elektronenlöcher“), wenn Strom durch das Gerät fliesst.
  • Organische Schichten – Diese Schichten bestehen aus organischen Molekülen oder Polymeren.
  • Leitende Schicht – Diese ist aus organisch-plastischen Molekülen aufgebaut, die die die „Elektronenlöcher“ von der Anode transportieren. Ein in OLEDs verwendetes Polymer ist Polyanilin.
  • Emittierende Schicht – Diese Schicht besteht aus organischen Kunststoffmolekülen (andere als die der leitenden Schicht), die die Elektronen von der Kathode transportiert; hier entsteht das Licht. Das Polymer in der emittierenden Schicht ist Polyflouren.
  • Kathode (entweder transparent oder nicht, je nach OLED-Typ) – Die Kathode gibt Elektronen ab, wenn Strom durch das Gerät fliesst.

Es gibt drei Möglichkeiten die organische Schicht auf das Trägermaterial aufzubringen:

  • Vakuum-Auftrag oder Vaccum Thermal Evaporation (VTE) – in einer Vakuumkammer werden die Moleküle langsam erhitzt (verdampft), so dass sie als Film auf dem gekühlten Trägermaterial kondensieren. Dieser Prozess ist teuer und ineffektiv.
  • Organic vapor phase deposition (OVPD) – In einem Unterdruck-Reaktor bringt ein Trägergas die verdampften organischen Moleküle auf der Trägerschicht auf, wo sie sich dann als dünner Film absetzen. Mit dem Trägergas erhöht sich die Effizienz und die Herstellungskosten der OLEDs verringern sich.
  • Tintenstrahldruck – Mit der Tintenstrahltechnologie, wie wir sie aus gewöhnlichen Druckern kennen, werden die OLED-Moleküle auf die Trägerschicht gesprüht. Mit dieser Technik werden große Kosteneinsparungen erreicht. Außerdem können OLEDs auf sehr großen Trägerflächen aufgebracht werden. So können große Fernsehbildschirme köstengünstig realisiert werden, ebenso wie riesige OLED-Werbedisplays, OLED-Plakate oder OLED-Messedisplays.

Wie erzeugen OLEDs Licht?

OLEDs erzeugen Licht in ähnlicher Weise wie LEDs, durch einen Prozess, der sich Elektrolumineszenz nennt.

Das funktioniert folgendermassen:

  1. Die Batterie oder das Netzteil versorgen die OLED mit Spannung.
  2. Der Strom fliesst von der Kathode zur Anode durch die organischen Schichten, d. h. die Kathode fügt der emittierenden Schicht Elektronen hinzu, während die Anode Elektronen aus der leitenden Schicht entfernt (dies entspricht dem bereits erwähnten Erzeugen von „Elektronenlöchern“).
  3. An der Grenze der beiden Schichten finden Elektronen diese „Elektronenlöcher“ und füllen sie, d. h. ein Elektron fällt in einen energetischen Zustand, in dem einem Atom ein Elektron fehlt. Wenn das passiert, gibt das Elektron Energie in Form eines Photons ab.
  4. Die OLED sendet Licht aus.
  5. Die Farbe dieses Lichts hängt von der Art des Moleküls in der emittierenden Schicht ab. Die Hersteller bringen daher mehrere Arten von Schichten organischer Folien übereinander auf und erhalten somit OLED-Farb-Displays.
  6. Intensität und Helligkeit des Lichts sind abhängig von der Stärke der elektrischen Spannung. Je höher die Spannung, desto heller das Licht.

Kleine oder große Moleküle?

Die Moleküle, die KODAK 1987 für die ersten OLEDs entwickelte, waren klein organische Moleküle. Obwohl diese Moleküle helles Licht erzeugten, mussten sie durch Vakuum auf das Trägermaterial aufgebracht werden in dem bereits erwähnten teuren VTE-Prozess.

Seit 1990 konzentrierte sich die Forschung auf langkettige Polymermoleküle. Polymere können kostengünstiger und großflächiger hergestellt werden. Das macht sie besser geeignet für große Bildschime.

Quelle: How Stuff Works – http://electronics.howstuffworks.com/oled.htm

Ein leicht verständlicher Video-Beitrag zum Thema OLEDs findet sich hier.

OLED Bildschirmfolie

OLED-Display Monitor-Tapete

Lustige Idee von den Machern der Seite Pack-dein-Studium.de Studieren in Sachsen. Was uns – und dem fußkranken Sportfan hinter der Kamera – da präsentiert wir, ist nichts anderer, als die mögliche Zukunft des Fernsehens. Das Zauberwort heißt OLED-Display.

OLED (organic light-emitting diode) oder zu deutsch organische lichtabgebende Diode ist eine Weiterentwicklung der LED. Der Clou: OLEDs basieren auf organischem Material, das bei Stromzufuhr zu leuchten beginnt. Man arbeitet mittlerweile daran, mehrere hauchdünne Folien, die unterschiedliche Farben erzeugen, übereinander anzuordnen und somit, wie im folgenden Filmbeispiel, eine dünne, flexible Monitorfolie zu erhalten, auf der man fernsehen kann.

Bis diese Technologie die Marktreife erlangt, wird es wohl noch ein wenig dauern, aber Branchenriesen wie Sony, Samsung und LG sind schon dabei, erste OLED-Prototypen zu entwickeln. Immerhin, die Möglichkeiten dieser Technologie sind gigantisch. OLED-Fernseher, OLED-Handys, Tablets, aber auch leuchtende OLED-Tapeten oder Bildschirme, so groß wie die Wand, OLED-Messedisplays, Straßen- und Stadtbeleuchtung ohne klassische Lampen und natürlich OLED-Werbedisplays – all das könnte sich mit der OLED-Technologie realisieren lassen.

Warten wir also gespannt auf die ersten OLED-Displays. Vielleicht ist Know-How aus Sachsen dann auch gefragt …